FAQ

Wann ist eine Wurzelbehandlung notwendig?

Sie ist notwendig bei irreversibler Entzündung oder Gewebeuntergang des Zahnmarks (= Weichgewebe im Zahninneren). Die Ursache ist eine bakterielle Infektion. Die Entzündung ist nur im akuten Stadium schmerzhaft.

Ist eine Wurzelbehandlung schmerzhaft?

Durch eine örtliche Betäubung ist der Eingriff in den meisten Fällen völlig schmerzfrei. In den darauf folgenden Tagen kann der Zahn in manchen Fällen aufbissempfindlich sein. Die üblichen Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol) sind in den meisten Fällen ausreichend.

Wie lange dauert eine Wurzelbehlandung?

Zeit ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Der Umfang ist individuell verschieden. Erfahrungsgemäß dauert die Behandlung an einfachen Zähnen (Oberkiefer-Frontzähne und einige Prämolaren) etwa eine Stunde. Mehrkanälige Zähne beanspruchen meistens mehr Zeit. Bei den großen Backenzähnen ist ein Zeitaufwand von 2 bis 3 Stunden notwendig. Häufig erfolgt die Behandlung in zwei Sitzungen.

Ist es nicht besser, gleich ein Implantat zu setzen?

Sorgfältig von erfahrenen Spezialisten - unter Verwendung des Mikroskops - wurzelbehandelte Zähne haben eine sehr hohe Erfolgsquote. In der Regel ist die Wurzelbehandlung die deutlich bessere und preisgünstigere Variante für den Patienten. Die Alternative der Versorgung mit Implantaten erfordert oft einen hohen chirurgischen Aufwand. Zusätzlich fallen Laborkosten an. Besonders aufwändig und nicht immer perfekt sind Implantate im Frontzahnbereich mit hohem ästhetischen Anspruch.

Wie lange bleibt ein wurzelbehandelter Zahn erhalten?

Wird der Zahn regelmäßig kontrolliert und sorgfältig gepflegt, gibt es kaum Einschränkungen bezüglich der Lebensdauer. Wegen des größeren Substanzverlusts haben wurzelkanalbehandelte Zähne ein größeres Frakturrisiko, das durch eine Überkronung minimiert werden kann.

Was unterscheidet eine Wurzelbehandlungen in unserer Praxis, zu einer Behandlung nach Kassenrichtlinien?

Wir bieten eine Behandlung nach den neuesten technischen Möglichkeiten. Die Unterschiede zu normalen Wurzelbehandlungen sind:

- Exploration und Aufbereitung des dreidimensionalen Wurzelkanalsystems unter dem OP-Mikroskop
- Messen der Wurzellänge durch moderne Widerstandsmessgeräte
- hochflexible Nickel-Titan Instrumente, die jeder Krümmung der Zahnwurzel rotierend folgen
- chemisch-physikalische Desinfektion und Aufbereitung der Wurzelkanäle mit verschiedenen Hilfsmitteln
- dreidimensionale bakteriendichte Wurzelkanalfüllung mit vertikal verdichteter warmer Guttapercha.
- adhäsive Versiegelung mit Kompositmaterialien

Werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Grundversorgung einer Wurzelbehandlung. Die für eine optimale Behandlung notwendigen Zusatzleistungen (z.B. elektrische Längenmessung, adhäsiver Kompositaufbau) werden - nach Beratung und Rücksprache des Patienten - privat abgerechnet. Die Kosten sind in der Regel wesentlich geringer als bei einer Zahnimplantation.

Werden die Kosten von den Privatkassen übernommen?

Die Privatkassen übernehmen in der Regel die Kosten. Für sehr aufwändige Behandlungen kann es sein, dass Privatkassen nur eine Teilerstattung - die aber den Hauptteil ausmacht - gewährleisten.

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